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Am 12. November auf dem Säntis: "Kulturfenster" zum Thema bäuerliches und sennisches Handwerk und Brauchtum, Volkstanz und Bödele

Das "Kulturfenster" des Vereins "Kultur am Säntis" öffnet sich jährlich und gewährt Einblick auf die jeweils andere Seite des Säntis: Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und das Toggenburg. Im Mittelpunkt des fünften Kulturfensters steht bäuerliches und sennisches Handwerk und Brauchtum sowie Volkstanz und Bödele.

Kunst der Möbelmalerei
Gut hundert Jahre lang – zwischen 1730 und 1840 – blühte die Appenzeller und Toggenburger Möbelmalerei; und zwar so ausserordentlich, so reich, so einzigartig, dass man sagen darf: Kunst. Was aber wollte man damit? Was war der Sinn? Woher hatte man die Motive?

Bäuerliches/sennisches Handwerk und Brauchtum
Innerhalb der sennischen Kultur rund um den Säntis entwickelte sich neben dem Gesang und der Musik auch eine Parallele in der handwerklichen Kunst. Viele solcher Tätigkeiten und Erzeugnisse sind zu einmaligen Spezialitäten und damit zu Kunst­ und Sammlerobjekten geworden. Fachleute zeigen ihr Handwerk und Können am diesjährigen Kulturfenster und informieren gerne über ihre Arbeit.

Bauernmalerei
Den eigentlichen Durchbruch und gleichzeitigen Höhepunkt erlebte die einzigartige Appenzeller Senntummalerei zwischen 1865–1900. Es war die Zeit, als die Bauernmaler ausschliesslich
für die Bauern malten und aus der eigenen Tradition schöpften.

Volkstanz und Bödele
Die Volkstanzgruppe Appenzell hat sich der Pflege von Trachtentänzen verschrieben. Ihr Repertoire umfasst u.a. Brauchtumstänze, die als «öserig» gelten oder zumindest so tönen, z.B. Mölirad, Chiibtanz, Trüllmasolke, Kehrschottisch, Trommt em Babeli. Beim Auftritt der Trachtentanzgruppe wird auch das Publikum – sofern Bedarf besteht – miteinbezogen. Dies gilt auch für den Bödeler Elias Roth aus dem Toggenburg, welcher demonstriert, dass man mit den Beinen mehr als nur gehen kann.

Datum: 17.10.2011 12:34

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.